Website erstellen – so funktioniert der Technikkram

Früher musste man programmieren können, um eine Website zu erstellen. Das ist heute zum Glück anders: Auch als absoluter Anfänger ohne technische Vorkenntnisse kannst du deine Website komplett selbst in die Hand nehmen. Was du dafür aus technischer Sicht benötigst, erfährst du hier.

 

Deine Website als Haus
Um dir die einzelnen technischen Komponenten deiner Website besser vorstellen zu können, kannst du dir deine Website wie ein Haus vorstellen:

Früher, als Websites noch Codezeile für Codezeile von einem Profi programmiert werden mussten, wurde das Haus sozusagen Stein auf Stein gebaut. Heute ist das einfacher: Du kannst deine Website aus vorgefertigten Elementen zusammensetzen, wie ein Fertighaus, bei dem fertige Wände angeliefert werden. Damit geht die Websiteerstellung (der Hausbau) deutlich schneller und einfacher.

 

Website-Baukasten – dein Fertighausanbieter

Zum Bau deiner Website kannst du einen Website-Baukasten (wenn du es dir technisch leicht machen willst) oder ein Websitesystem wie z.B. Wordpress (wenn du umfangreichere, kompliziertere Einstellungen brauchst) benutzen. Der Baukasten bzw. das Websitesystem ist sozusagen der Fertighausanbieter, der dir verschiedenste Elemente zum Hausbau (Websitebau) bereitstellt.

Wie deine Website aussehen und welche Inhalte und Funktionen sie haben soll, kannst du selbst entscheiden, genauso wie du dein Haus nach deinen Vorstellungen gestalten kannst. Allerdings immer nur im Rahmen der Möglichkeiten, die der Fertighausanbieter (das Websitesystem/der Baukasten) dir bietet.

Tipp, wenn du hier tiefer einsteigen willst: Hier beschreibe ich genau, was ein Website-Baukasten ist und hier erkläre ich dir den Unterschied zwischen Wordpress und einem Website-Baukasten.

 

Serverplatz – dein Grundstück

Damit deine Website von überall auf der Welt im Internet aufrufbar ist, muss sie sich auf einem Server befinden, der an das Internet angeschlossen ist. Der Server ist sozusagen das Grundstück, auf dem deine Website steht.

Du stellst dir allerdings keinen eigenen Server ins Büro, sondern mietest dir einen Serverplatz bei einem Anbieter, der riesige Server mit ganz vielen Plätzen hat (wie ein Großgrundbesitzer, der einzelne Flächen zum Hausbau verpachtet). Für den Serverplatz zahlst du dann eine monatliche Gebühr (wie eine Pacht für die Baufläche).

Das Anbieten von solchen Serverplätzen nennt man in der Fachsprache „Hosting“ (von englisch: Gastgeberschaft). Häufig wird auch der Begriff Webhosting verwendet und der “Vermieter” wird Webhosting-Anbieter genannt.

 

Domain – deine Adresse

Die Domain ist die Internetadresse, unter der deine Website erreichbar ist (wie deine Adresse beim Haus). Sie könnte z.B. lauten: www.deineadresse.de oder deineadresse.de. Übrigens: Ob mit oder ohne www spielt keine Rolle. Du bekommst, wenn du eine Domain registrierst, immer beide Versionen.

Im Gegensatz zum Hausbau kannst du dir bei der Websiteerstellung aussuchen, wie deine Internetadresse lauten soll. Vorausgesetzt sie ist noch verfügbar, denn jede Domain gibt es nur einmal.

Bei der Wahl deiner Domain kannst du dir auch aussuchen, welche Endung deine Domain haben soll. Neben den klassischen Domain-Endungen wie .de oder .com gibt es mittlerweile viele weitere ausgefallenere Endungen wie z.B. .hamburg, .shop oder .guru.

Domainanbieter – deine Adressverwaltung

Um eine Domain nutzen zu können, musst du sie auf deinen Namen registrieren. Die Registrierung läuft über einen Anbieter, der nach der Registrierung, auch die Verwaltung deiner Domain übernimmt. Um beim Hausbeispiel zu bleiben: Diesen Domainanbieter kannst du dir wie eine große Verwaltung vorstellen, die freie Adressen zuteilt und genau weiß, wer wo wohnt.

Häufig wird die Rolle des Domainanbieters vom Webhosting-Anbieter übernommen (sprich: du kannst deine Domain zusammen mit deinem Webhosting bei einem Anbieter bestellen). Und auch bei einem Website-Baukasten-Anbieter bekommst du alles aus einer Hand: den Baukasten selbst, das Webhosting und die Domain (hier findest du Anbieter, die ich empfehlen kann.

 

Domainumzug – die Verwaltung wechseln

Wenn du bereits eine Domain bei einem Anbieter registriert hast, kannst du sie jederzeit zu einem anderen Anbieter umziehen (das empfiehlt sich, wenn du es dir technisch leicht machen und alles unter einem Dach haben möchtest).

So ein Umzug geht ganz einfach: Du sagst bei deinem jetzigen Domainanbieter Bescheid, dass du die Domain umziehen (nicht kündigen!) möchtest. Dann bekommst du von dem Anbieter den sogenannten AUTH-Code per E-Mail. Diesen Code gibst du an, wenn du die Domain beim neuen Anbieter registrierst. Die beiden Anbieter regeln den Umzug dann untereinander. Meistens ist der Umzug innerhalb von 2-3 Tagen abgeschlossen.

 

E-Mail-Adresse – dein elektronisches Postfach

Nicht zwingend für deine Website nötig, aber auf jeden Fall für deine professionelle Kommunikation mit deinen Kunden: Eine E-Mail-Adresse, die über deine Domain läuft (also z.B. info@deineadresse.de).

Die E-Mail-Adresse ist sozusagen die Adresse eines Postfachs, an das man dir (elektronische) Post schicken kann. Die genaue Bezeichnung des Postfachs (den Teil vor dem @-Zeichen) kannst du frei wählen (typisch sind z.B. kontakt@…, info@…, name@…)

Du kannst dir so viele E-Mail-Adressen zu deiner Domain einrichten, wie du willst (so als würdest du mehrere Briefkästen auf deinem Grundstück aufstellen). Die Einrichtung der E-Mail-Adressen läuft über deinen Domainanbieter.

Zum Abrufen der E-Mails kannst du dich bei dem Anbieter in deinem E-Mail-Postfach einloggen oder - um es dir bequemer zu machen - ein E-Mail-Programm wie Thunderbird, Outlook oder Apple Mail nutzen.

 

Woher bekommst du das alles?

Du weißt jetzt, was du aus technischer Sicht brauchst, wenn du eine Website erstellen willst, nämlich

  • ein Websitesystem bzw. einen Website-Baukasten
  • einen Serverplatz (Webhosting)
  • eine Internetadresse (Domain) und
  • am besten mindestens eine E-Mail-Adresse

Woher du diese technischen Dinge bekommst, hängt davon ab, womit du deine Website erstellen willst.

Wenn du es dir technisch besonders leicht machen willst, empfehle ich dir, einen Website-Baukasten zu nutzen. Dort bekommst du alles aus einer Hand. Hier erfährst du mehr über Websitebaukästen und wann sie sich eignen.

Wenn du ein technisch komplizierteres System wie z.B. Wordpress nutzen willst, hast du mehrere Anlaufstellen für den Technikkram. Mehr dazu erfährst du in diesem Artikel, in dem ich die Unterschiede zwischen Wordpress und Website-Baukästen beschreibe.

 

Fazit: Website selbst erstellen mit einfacher Technik

Du siehst, die Technik hinter einer Website ist kein Hexenwerk. Auch wenn du keine Vorkenntnisse mitbringst, kannst du den Technikkram meistern und deine Website selbst erstellen. Besonders leicht wird dir das fallen, wenn du einen Websitebaukasten nutzt.

Tipp: Wenn du dir Hilfe bei der Erstellung deiner Website und dem ganzen Technikkram wünschst, schau dir mal meine Kurse an. Darin gebe ich dir genaue Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie du deine Website mit Jimdo, meinem Lieblings-Website-Baukasten, erstellst.